Tennisplätze

Nach dem Krieg erwachte der Tennisclub sehr rasch zu neuem Leben. Der mittlerweile heruntergekommene Platz am Höhberg wurde schon 1946 renoviert und bot die Möglichkeit zu einem wenigstens bescheidenen Spielbetrieb.

Bessere äußere Bedingungen ergaben sich erst, als 1950/51 zwei neue Plätze an der Würzburger Straße gebaut wurden; der damaligen Vorstandschaft unter Leitung von Dr. Heinz Bickelhaupt war es gelungen, das Gelände für die beiden neuen Plätze beim Gerätehof der Straßenbauverwaltung zu pachten.

Tennismannschaft mit Mitgliedern des Vorstands, 1965
Tennismannschaft mit Mitgliedern des Vorstands, 1965

Allerdings war damit noch keine Dauerlösung erreicht. Der Pachtvertrag war vergleichsweise knapp befristet und mit einer Verlängerung konnte man nicht rechnen, eher mit einer vorzeitigen Kündigung. 1964 hieß es im „Sportberichter“ beim Jahresbericht der Tennisabteilung: „Die Gefahr, einmal die Plätze an der Würzburger Straße räumen zu müssen, steht uns ständig vor Augen.“ Auch eine Erweiterung auf drei oder vier Plätze, die angesichts der steigenden Mitgliederzahlen in Betracht gezogen werden musste, war dort nicht möglich. Im Interesse einer zukunftssicheren Sportstättenplanung musste eine andere Lösung gefunden werden.

Spatenstich für den Bau des Clubheims
Spatenstich für den Bau des Clubheims

Seit Mitte der 1960er Jahre setzten intensive Bemühungen ein, die Genehmigung für neue Plätze und ein Sportheim beim Schwimmbad zu erhalten. Es war ein langes Ringen, bis der Gemeinderat für die Pläne gewonnen werden konnte. 1967 fasste dieser dann aber doch den Beschluss, den Bau von zunächst zwei neuen Plätzen beim Schwimmbad zu genehmigen; eine Erweiterung um weitere Plätze war möglich.

Da an einen Baubeginn frühestens 1969 und an eine Fertigstellung erst Anfang der 1970er Jahre zu denken war, wurden die alten Plätze an der Würzburger Straße noch einmal hergerichtet, ebenso das kleine Clubhaus.

Tennisplätze nach der Überschwemmung, Juni 1984
Tennisplätze nach der Überschwemmung, Juni 1984

Aber dann ging alles doch viel schneller als von den meisten erwartet. Unter der tatkräftigen Führung des seit 1966 amtierenden Abteilungsleiters Werner Schmidt wurden alle Hürden genommen. 1970 konnten die Plätze 1 und 2 fertiggestellt werden, 1971 die Plätze 3 und 4 und 1975 das nach den Plänen des Architekten Paul Kuhn gebaute Clubheim. Als die Mitgliederzahlen weiter auf nahezu 300 anstiegen, wurden 1979 auch noch die Plätze 5 und 6 gebaut.

Damit hatte die Tennisabteilung ihre sportliche Infrastruktur nachhaltig verbessert und besaß eine Sportanlage, um die sie von vielen beneidet wurde. Bei allen Baumaßnahmen erbrachten die Mitglieder der Tennisabteilung eine enorme Eigenleistung. Stellvertretend für alle freiwilligen Helfer darf „Bauleiter“ Karl Hauer besonders hervorgehoben werden.

Diese freiwilligen Helfer waren noch einmal gefordert, als das Hochwasser vom 21. Juni 1984 auch die Tennisplätze überflutete. Aber durch den vorbildlichen Einsatz zahlreicher Mitglieder wurden die schweren Schäden in wenigen Wochen beseitigt.

Im Jahr 1994 wurden die Tennisplätze grundlegend saniert und mit einer automatischen Beregnungsanlage ausgestattet. 1998 wurden die Duschen und Umkleideräume erneuert und dem heutigen Stand angepasst. Das Clubhaus mit seiner schönen Terrasse dient als Treffpunkt für Spielerinnen und Spieler und lädt zum gemütlichen Aufenthalt auf der Anlage ein.


Abteilungsleiter/in

Sven Weinig
Am Kirschengarten 8
97941 Tauberbischofsheim

09341 12424

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