Die sportliche Entwicklung

Die sportlichen Anfänge waren nach dem Krieg sehr bescheiden. Die Zahl der Tennisspieler reichte in den ersten eineinhalb Jahrzehnten nicht aus, um eine Mannschaft für Meisterschaftsspiele zu melden. Deswegen wurden in dieser Zeit nur Freundschaftsspiele ausgetragen.

Erst seit Anfang der 1960er Jahre spielte eine Mannschaft um Meisterschaftspunkte, und zwar im Bezirk Unterfranken in der 1. Kreisklasse des Bayerischen Tennisverbandes. Zu den meisten dortigen Vereinen bestanden schon durch Freundschaftsspiele der 1950er Jahre enge Kontakte.

Diese Orientierung der Tauberbischofsheimer Tennisspieler nach Unterfranken war dem Nordbadischen Tennisverband ein Dorn im Auge. Dieser verlangte mit Nachdruck eine Teilnahme an den nordbadischen Meisterschaftsrunden. Diesem Drängen gab man schließlich nach und spielte 1965 mit einer Herrenmannschaft erstmals im Nordbadischen Tennisverband um Punkte.

Die personelle Situation besserte sich in dieser Zeit deutlich. Die gute Jugendarbeit, um die sich besonders Arno Ovie große Verdienste erwarb, trug allmählich Früchte. Immer mehr leistungsstarke junge Spieler rückten nach, so dass der Herrenmannschaft der Aufstieg von der D- in die C-Klasse gelang und ab 1968 sogar noch eine zweite Herrenmannschaft in der D-Klasse Nordbaden beginnen konnte.

Ehrenvorsitzender Bernhard Gehrig
Ehrenvorsitzender Bernhard Gehrig

Bei den Odenwald-Tennismeisterschaften 1970, an denen die Kreise Tauberbischofsheim, Buchen, Mosbach und Sinsheim beteiligt waren, gingen sämtliche Titel in der männlichen Jugend nach Tauberbischofsheim. Erstmals trat damals Martin Barthel ins Rampenlicht, der in seiner Altersklasse völlig überraschend den Einzeltitel holte. Die Senioren wollten da nicht nachstehen; Bernhard Gehrig wurde damals – wie in den folgenden Jahren noch einige Male – Odenwaldmeister in seiner Altersklasse. Fast zwei Jahrzehnte lang dominierten die TSVTennisspieler das Odenwaldtennis und fuhren bei den Meisterschaften immer wieder glänzende Erfolge ein.

1976 war das bis dahin erfolgreichste Jahr in der Geschichte des Tennisclubs. Drei Herrenmannschaften waren im Spielbetrieb; alle drei stiegen in die nächsthöhere Spielklasse auf.

Es war die große Zeit von Dietmar Reinhardt, Martin Barthel, Manfred Reinhardt, Johannes Heinzel und Dieter van Dyck. 1977 kam mit Peter Hoch ein weiterer leistungsstarker Spieler hinzu, so dass 1977 die 1. Mannschaft sogar in die Verbandsliga Nordbaden aufstieg. Das Gastspiel in dieser Spielklasse dauerte zwar nur ein Jahr, aber bei den Odenwald- und erst recht bei den Kreismeisterschaften blieb die Dominanz der Tauberbischofsheimer Tennisspieler bestehen.

Auch bei den Damen gab es beeindruckende Leistungen. Marlies Hubert wurde 1976 Odenwaldmeisterin und mit Bärbel Schmidt (aus der „Tennisfamilie“ Schmidt mit Vater Werner und Mutter Elisabeth) wuchs ein großes Talent heran, das schon in jungen Jahren erstaunliche Erfolge feierte. 1981 lautete im „Sportberichter“ die Überschrift „Fräuleinwunder“; die 1. Damenmannschaft wurde ungeschlagen Meister, die 2. Mannschaft errang den 2. Platz; beide stiegen auf.

Die 1. Herrenmannschaft spielte Anfang der 1980er Jahre höherklassig und hatte es mit Mannschaften aus dem Rhein-Neckar-Raum zu tun, im Jahr 1982 auch mit dem Tennisclub Leimen, in dessen Reihen der junge Boris Becker spielte. Martin Barthel verlangte ihm in drei Sätzen alles ab, musste sich aber dem großen Tennistalent geschlagen geben, dessen kometenhafter Aufstieg in den folgenden Jahren begann; 1985 wurde Boris Becker Wimbledonsieger.

Mit Thomas Väth rückte ein weiteres großes Talent nach. Bei den Kreis- und Odenwaldmeisterschaften des Jahres 1983 holten Martin Barthel, Dietmar Reinhardt, Thomas Väth und Bärbel Schmidt im Einzel, Doppel und Mixed jeweils drei von vier möglichen Titeln nach Tauberbischofsheim. Auch in den folgenden Jahren hielt bei diesen Meisterschaften die Vorherrschaft der Tauberbischofsheimer Tennisspieler an.


Abteilungsleiter/in

Sven Weinig
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