Sportplätze und Sportheim

Zur Geschichte der Fußballabteilung gehört auch die Geschichte seiner Sportstätten und sportlichen Einrichtungen. Der 1922 gebaute und 1946 renovierte Hartplatz war bis Mitte der 1960er Jahre die einzige benutzbare Sportstätte. Im Jahr 1959 war er aber wegen Renovierung gesperrt, so dass der Trainings- und Spielbetrieb in diesem Jahr in Distelhausen, Werbach oder Hochhausen stattfinden musste.

Ende der 1950er Jahre begann die Stadt mit den Planungen für das Tauberstadion, das als Schulsportplatz für das Matthias-Grünewald- Gymnasium gedacht war, aber auch dem TSV 1863, vor allem den Fußballern und Handballern, zur Verfügung gestellt werden sollte. 1963 sollte das neue Stadion beim 100-jährigen TSV-Jubiläum eigentlich eingeweiht werden. Da sich die Fertigstellung aber bis 1965 verzögerte, wurde auch das TSV-Jubiläum um zwei Jahre verschoben.

Dieser Idealzustand mit zwei Sportplätzen – das Stadion für den Spielbetrieb, der Hartplatz hauptsächlich für das Training – dauerte nicht allzu lange.

Seit Anfang der 1980er Jahre war eine Sporthalle für das Matthias-Grünewald- Gymnasium in Planung. Man entschied sich dafür, diese auf die vordere Hälfte des Hartplatzes zu bauen; 1983 wurde sie eingeweiht. Was hinter der Grünewaldhalle übrig blieb, war kaum noch die Hälfte des früheren Hartplatzes und für das Training nur noch bedingt geeignet, allenfalls für kleine Gruppen, am ehesten aus dem Jugendbereich. Die Fußballer brauchten jetzt wieder einen neuen Trainingsplatz.

Die 1982 neu angetretene Vorstandschaft um Abteilungsleiter Hans Frank und Kassenverwalter Gernot Seitz hatte zunächst ein anderes Ziel im Visier, das am dringlichsten erschien, den Bau eines Sportheims. Die bisherigen Umkleide- und Duschräume an der hinteren Seite der Festhalle waren nicht mehr länger tragbar; in diese engen „Katakomben“ wagte man kaum noch eine Gastmannschaft hineinzuführen. Die Planung, an der Bürgermeister Erich Hollerbach und TSV-Vorsitzender Friedrich Kuhn lebhaft Anteil nahmen, sah ein gemeinsames Gebäude für die Fußballer und Handballer vor (Gebäudeanteile 80% / 20%). Nachdem die Grundstücksbeschaffung durch einen Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt geregelt war, konnten nach dem von Architekt Ernst Höpfl erstellten Plan im Frühjahr 1983 die Rohbauarbeiten beginnen, die Erwin Meßler mit einer von der Bauinnung des Main-Tauber- Kreises vermittelten ABM-Bautruppe durchführte; wegen seiner herausragenden Leistung sei er stellvertretend für alle anderen freiwilligen Helfer besonders genannt. Es war ein Glücksfall, dass gerade damals von der öffentlichen Hand getragene Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen liefen, die bei gemeinnützigen Bauprojekten eingesetzt wurden, so dass für den Rohbau nur Materialkosten anfielen.

Abteilungsleiter Hans Frank ehrt bei der Einweihung des Sportheims die freiwilligen Helfer

Der Innenausbau wurde durch das Hochwasser vom 21. Juni 1984, als das Untergeschoss überflutet war, erheblich beeinträchtigt und verzögert. Allen Hindernissen und Rückschlägen zum Trotz wurde das große Werk durch den unermüdlichen Einsatz freiwilliger Helfer fertiggestellt und vom 19. – 21. April 1985 eingeweiht.

Aber damit waren die Raumprobleme der Fußballer noch nicht ganz gelöst. Noch gab es Bedarf an einem Grillraum und an weiteren Lager- und Abstellräumen, vor allem – bei etwa 12 – 15 im Spielbetrieb befindlichen Aktivenund Jugendmannschaften – an weiteren sportlich genutzten Räumen: Umkleide-, Dusch-, Schiedsrichter- und Sportgeräteräume. Deswegen wurden beim Sportheim noch zwei weitere Gebäude errichtet: das Nebengebäude an der Stadtseite (1992 fertiggestellt) und der Anbau an der Dittigheimer Seite (1998 fertiggestellt). Auch diese Gebäude wurden größtenteils in Eigenleistung errichtet.

Handlungsbedarf bestand noch bei den Sportplätzen. Der von der Stadt gebaute und 1988 eingeweihte Kunstrasenplatz war Mitte der 1990er Jahre durch mehrere Hochwasser so stark geschädigt, dass er nur noch eingeschränkt nutzbar war. Ein zusätzlicher Trainingsplatz war notwendig, der am Weg nach Dittigheim gebaut wurde. Als dieser 1999 in Betrieb genommen werden konnte, waren die wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur bei den Fußballern zum Abschluss gebracht und die „Bauabteilung“ des TSV 1863 konnte mit einigem Stolz auf das zurückblicken, was innerhalb von nur 16 – 17 Jahren entstanden war.

Die Kehrseite dieser Leistung sind allerdings stark gestiegene Kosten, vor allem für das Sportheim samt Nebengebäuden. Wenn zur Bedienung der Baudarlehen und zu den hohen Verbrauchs- und Instandhaltungskosten außerordentliche Beschaffungen hinzukommen (wie z. B. eine neue Heizungsanlage im Dezember 2007 und ein neues Dach im November 2011), ist die Abteilung in einer sehr schwierigen Lage.

Trotzdem blicken die Fußballer im Jahr des 150. Jubiläums des TSV 1863 hoffnungsvoll in die Zukunft. Sie haben in der Vergangenheit schon viele Krisen gemeistert und auch heute steht die Abteilung wesentlich stabiler da als früher; der vor einigen Jahren eingeschlagene Weg der finanziellen Gesundung trägt bereits Früchte.


Abeilungsleiter

Jürgen Roth
Bahnhofstraße 5
97941 Tauberbischofsheim

09341 12401

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